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Um Wartungsarbeiten am Filter des Aquariums durchführen zu können, wurde der Zulauf und Ablauf über eine Schnelltrennkupplung angeschlossen. Somit besteht die Möglichkeit, den Filter lediglich durch absperren der Hähne abzukoppeln.
Bei der Auswahl des Filters gibt es mehrere Möglichkeiten, die zur Alternative stehen. Bei diesem Projekt wurde jedoch von einer aufwendigen Filtertechnik abgesehen, da zum einen solche Topffilter einen guten Wirkungsgrad besitzen und zum anderen leicht zu warten sind. Es besteht zudem die Möglichkeit, je nach Fischbesatz Topffilter in angepassten Grössen und Ausführungen zu verwenden. Man bleibt also flexibel...
Der Wassereinlauf des Filters wurde im rechten Teil des Beckens direkt unterhalb des Wasserfalls platziert, wo sich Filterwasser und sauerstoffreiches Wasser vom Wasserfall mischen.
Mit einer Spritze, die mit Lebensmittelfarbe gefüllt ist, soll das Strömungsverhalten im Wasserbereich ermittelt werden. Dieser Versuch soll Aufschluss darüber ergeben, wo eventuell später zusätzliche Pumpen angebracht werden müssen, um eine optimale Wasserumwälzung zu erreichen.
An dieser Klemmleiste laufen alle zur Beleuchtung notwendigen Leitungen zusammen und werden von den Schaltuhren mit Spannung versorgt. Bei einer eventuellen Fehlersuche kann direkt auf dieser für Überprüfungsarbeiten vorgesehenen Schnittstelle eine elektrotechnische Messung erfolgen.
Der Technische Bereich befindet sich direkt auf der rechten Aussenseite des Paludariums. Um herumliegende Leitungen zu verhindern, wurden Elektroinstallationsschächte montiert, welche eine gute Möglichkeit bieten, alle elektrischen Schaltgeräte und nötigen Einrichtungen optimal zu verkabeln. Die im oberen linken Bereich des Bildes installierten Geräte stehen zur Messung und Regelung von Temperatur und PH-Wert zur Verfügung. Die zwei Scheinwerfer darunter sind zur Beleuchtung der Unterwasserzone vorgesehen. Ganz unten im Bild ist der Sicherheitstransformator mit einer Kleinspannung von 24 Volt und einer Leistung von 300 VA für die Bodenheizung montiert.
Die im oberen rechten Bereich des Bildes installierten Geräte sind handelsübliche mechanische Schaltuhren ohne Elektronik. Bei den Schaltuhren, die hauptsächlich für den Betrieb der Beleuchtung und Pumpen zuständig sind, erschien es mir sinnvoll, auf jegliche Art von Elektronik zu verzichten. Auch eine SPS (Speicherprogrammierbare Schaltung) kam nicht in Betracht, da beim Ausfall z.B. der CPU (Central Prozessor Unit) das komplette Biosystem Schaden nehmen könnte. Zudem kann eine defekte Schaltuhr binnen weniger Stunden preisgünstig besorgt werden, oder man legt sich für den Fall der Fälle eine Schaltuhr auf Lager. Bei einem Stromausfall bleiben die Uhren stehen und laufen bei Stromwiederkehr sofort weiter. Elektronische Schaltuhren haben eine Puffer-Batterie, die in regelmässigen Abständen ausgewechselt werden muss. Wird dies übersehen, fällt das gesamte Programm ab, und die Uhren schalten nicht mehr ein.
Dieses Becken befindet sich eine Etage Tiefer im Keller und dient als Vorratswasserbehälter.Die Befüllung erfolgt automatisch über eine Pegelkontrolleinrichtung, bei der ein Magnetventil eine Osmose-Anlage mit Wasser befüllt und diese das Becken speist. Über ein geeignetes Rohrleitungssystem, das mit der oberen Anlage verbunden ist, kann bei Bedarf Osmosewasser in den Wasserteil des Paludariums eingeleitet werden. Das Vorratswasser-Becken besitzt einen mechanischen Überlaufschutz, der in eine Hebeanlage führt. In die Hebeanlage wurde zusätzlich eine weitere Leitung verlegt, diese ist mit dem Ablauf des Paludariums gekoppelt. Bei Bedarf kann über einen Kugelhahn das Wasser direkt abgelassen werden.
Diese Bilder wurden kurz vor der Inbetriebnahme des Systems aufgenommen. Hier sei besonders auf die Bodenheizung hingewiesen, die eine wesentliche Rolle bei der Beheizung des Wassers darstellt. Sie ist mit einer Differenz-Temperatur-Regelung geschaltet. Das bedeutet: wenn die künstliche Beleuchtung arbeitet, wird über ein Anschaltrelais der Bodenheizung die Möglichkeit gegeben, sich beim Aufheizvorgang des Wassers zu beteiligen. In der Dämmerphase, wenn das Licht sich stufenweise abschaltet, besteht für die Bodenheizung keine Möglichkeit mehr, sich noch einzuschalten. Dieser Vorgang ist zwingend notwendig, da dadurch, wie in der Natur in den Flüssen und Gewässern, nachts die Temperatur des Bodens um einige Grade abnimmt, jedoch tagsüber sich wieder erhöht. Diese Regenerationsphase in der Nacht ist sehr wichtig für die Wurzeln der Wasserpflanzen.
Die Beleuchtung des Wasserteils erfolgt mit zwei HQL-Hängeleuchten (je 125 Watt), deren Reflektoren aus einem Aluminiumstrang gezogen sind, welche hochglanzverspiegelt wurden.
An der linken Seite des Wasserteils befindet sich ein Oberflächenwasserabzug mit einem speziell auf diese Tiefe angepassten Tiefenabzug. Der Tiefenabzug besitzt eine vorgeschaltete Schaumstoffpatrone, welche gut als mechanischer Vorfilter dient.
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n Beckengröße :
Länge 1,80m
Tiefe 1,00m
Höhe 0,70m
Glasstärke 15mm
Bodenglasstärke 20mm
Glasausbau (Landteil) 8mm

Beleuchtung : Landteil
Aufbauleuchte mit hoch verspiegelten Reflektoren, als Leuchtmittel kamen drei
Leuchtstofflampen zum Einsatz (JBL Solar Tropic 58 Watt, JBL Solar Color 58 Watt,
Philips TL-D 58 Watt / 89).
Pendelleuchte HQL 50 Watt im linken Außenbereich.
Halogen-Strahler 2 x 50 Watt für die Nachtbeleuchtung (im Dimmerbetrieb).
Glühlämpchen 1 x 5 Watt für die Grottenbeleuchtung.

Beleuchtung : Wasserteil
Pendelleuchten 2 x HQL 125 Watt. Aluminiumreflektoren hochglanzverspiegelt.
Halogen-Strahler 1x 50 Watt (Unterwasserbeleuchtung).
Energiesparlampe 1 x 9 Watt Dulux S G23 Blau (Unterwasserbeleuchtung).

Heizung:
Bodenheizung 24 Volt 300 Watt, in Verbindung mit einem 300 Watt Titanheizer.
Beide Heizungen werden über eine Differenztemperaturregelung betrieben.

Filterung :
Aussenfilter mit einer Pumpenleistung von 1000 l/h. Leistung 20 Watt.
Filteraufbau bestehend aus keramischen Hohlkörpermaterial zur mechanischen Grobfilterung und hochporösem gesinterten Quarz für die Ansiedlung von Bakterienkulturen.
Dem Zulauf des Filters ist ein Oberflächenabzug, der die Wasseroberfläche stets sauber hält, vorgeschaltet. Parallel dazu übernimmt ein Tiefenabzug mit einer Schaumstoffpatrone die Vorfilterung des Aquariumwassers.

Düngung : Wasserteil
CO 2 Druckgassystem, bestehend aus Kohlensäureflasche 15 kg, CO 2-Armatur mit zwei Manometern und integriertem Feinregulierventil, Rückschlagventil, Keramikausströmer für feinperlige Blasen. Dieses System wird über eine CO 2-Steuerung betrieben, welche den PH-
Wert elektronisch misst und die CO 2-Zugabe automatisch regelt.

Belüftung: Land- und Wasserteil
Ein geräuscharmer Lüfter, der über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird, sorgt für den Luftaustausch über dem Paludarium. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass die Wasseroberfläche genügend "Luft zum atmen" bekommt.