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Seit 15 Jahren begeistere ich mich für das Hobby Aquarium und habe seither die unterschiedlichsten Varianten von Becken und Fischen gepflegt. Wie so ziemlich bei jedem, begann es mit einem etwas kleineren Gesellschaftsbecken von ca.200 Liter. Darauf folgte ein 400 Liter Artenbecken für Afrikanische Cichliden. Dann ein 600 Liter Artenbecken für Südamerikanische Grosscichliden, die allerdings so groß wurden dass ich mich für ein 1.200 Liter Becken entschloss.
Diese Fische zu pflegen hatte einen ganz besonderen Reiz für mich, denn die Farbenpracht und Ihr besonderes Balzverhalten sind einzigartig.
Da diese Fische aber jede Pflanze, und war sie noch so wiederstandfähig, ohne Skrupel als Speise betrachteten, war es nicht möglich, das Aquarium dauerhaft zu bepflanzen.
Alles sah gut aus, die Fische, die Steine, aber nichts war grün.
Deshalb entschlossen wir uns die Rückwand mittels Hängekästen, die ins Wasser ragten, zu bepflanzen.
Dieser Versuch wurde mit einem guten Pflanzenwachstum belohnt und brachte einen guten Kontrast zum Becken. Das Grün der Pflanzen sah prächtig aus und verlangte nach mehr.
Da die Rückwand jedoch schon nach kurzer Zeit nach oben hin zugewachsen war, hatten wir keinen Platz mehr für Pflanzen über dem Becken.
Und somit wurden neue Pläne geschmiedet. Der Gedanke an ein Paludarium war jetzt geboren.
Glücklicherweise war mein Becken geradezu geeignet dafür, denn mit einer Länge von 1,80 m und einer Tiefe von 1,00 m war der Platz für einen Glasausbau in Terrassenform vorhanden . Mit einem Freund, der mir bei der Planung tatkräftig zur Seite stand, entstanden im Computer mehrere Lösungen für den Glasausbau. Diese Vorgehensweise zur Bestimmung der Grösse und Form der Pflanzkammern erwies sich als sehr vorteilhaft: da man anhand der im Computer erstellten Pläne genau festlegen konnte, welche Glasscheiben vom Glaser wie zugeschnitten werden mussten.
Für den Glasausbau wurden Glasscheiben mit einer Dicke von 8 mm verwendet. Der Landteil umfasst fünf Pflanzkammern, welche unterschiedliche Höhen haben, und nach hinten hin terrassenweise ansteigen. Alle Kammern befinden sich auf einer aus vier Scheiben zusammengesetzten Grundfläche. Darunter befindet sich die Dunkelzone des Wasserteils.
Die Grundfläche wurde so gestaltet, dass jeweils im rechten wie im linken Teil eine Bucht entstand. Der Vorteil der Einzelkammern besteht darin, dass man Pflanzen mit den unterschiedlichsten Anforderungen an Wurzeltiefe und Nährstoffbedarf gezielt versorgen kann. Jede Kammer besitzt einen Füllstandssensor, der genau anzeigt, wie viel Wasser sich darin befindet. Zudem hat jede Kammer ein senkrecht eingesetztes Rohr mit Schlitzen auf der Unterseite, welches die Möglichkeit bietet, das Wasser bei Bedarf zu wechseln (SEHR wichtig!).
Das Pflanzsubstrat besteht aus Hydrokultur in verschiedenen Körnungsgrößen.
Weitere Informationen zum Aufbau können bei den einzelnen Bildern und der Rubrik „Technische Daten“ nachgelesen werden.