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Der Wasserfall wurde aus Ytong-Steinen gefertigt, da diese Steine leicht zu bearbeiten sind und eine individuelle Gestaltung ermöglichen. Hierzu wurden die Steine in Ihrer Gesamtheit zu einem Verbund als Block in das Paludarium eingebracht, um zu sehen, welchen Lauf das Wasser vom oberen Bereich bis zur Mündung ins Becken haben wird. Gut zu erkennen sind die drei Wasserbecken im oberen, mittleren und unteren Bereich.
Um das Vollsaugen der Steine mit Wasser zu verhindern, wurde jeder einzelne Block mit Plastik versiegelt, zusätzlich mit Glasfasermatten verstärkt, und schliesslich mit Kunstharz ausgegossen. Das Ausgiessen mit Kunstharz wurde so oft wiederholt, bis eine Materialstärke von ca. 3-5 mm entstand.
Beim letzten Versiegelungsvorgang gab ich dem Stein eine natürliche Oberfläche, indem ich in das noch nicht ganz ausgehärtete Kunstharz Lava-Bruch einarbeitete.
Dies ist die unterste Stufe des Wasserfalls. Von hier aus kommt das stark sauerstoffangereicherte Wasser, das über zwei kleine Pumpen in die obersten Stufe eingeleitet wird, wieder zurück zum Wasserteil des Beckens.
Sehr schön zu erkennen ist hier die Verbindung des Lavagesteins der Rückwand zum Wasserfall mittels Lehm und Sandgemisch.
Der Wasserfall wird im Probelauf betrieben, um zu sehen, wie sich der Verlauf des Wassers verhält. Auch wird hierbei die Dichtigkeit und ein mögliches unerwünschtes Nebenstromwasser im Dauerbetrieb überprüft. Diese Testphase sollte mindestens über einen Zeitraum von ca. 14 Tagen laufen, um sicher zu gehen, dass eventuelle Fehler noch vor der Bepflanzung des Paludariums korrigiert werden können. Da der ganze Wasserfall mit einer natürlichen Lehmschicht behandelt wurde, kam es zu einer unerwünschten Nebenwirkung: diese Lehmschicht saugt durch Kapillar-Wirkung das Wasser direkt aus den einzelnen Stufen heraus. Abhilfe kann nur gezieltes Unterbrechen der Lehmschicht schaffen.
Der Wasserfall, in Betrieb und schon fast zugewachsen.